Frankfurt
Förderung

Wer in Frankfurt Wohnungen modernisiert, Fenster tauscht oder leere Gewerbeflächen umbaut, kann einen großen Teil der Kosten über eine Förderung in Frankfurt zurückholen. Wir zeigen Ihnen, welche Programme von Stadt und Bund zu Ihrem Vorhaben passen, wie viel Zuschuss möglich ist und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen, damit kein Anspruch verloren geht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wichtigstes Stadtprogramm: Modernisierungsbonus mit 35 % Zuschuss
  • Förderfähige Kosten: 650 bis 1.300 € je m² Wohnfläche
  • Gegenleistung: 30 Jahre Wohnnutzung, Miete bis zur Vergleichsmiete
  • Fenster und Außentüren: zusätzlich 15 % vom Bund möglich
  • Gewerbe zu Wohnung: bis 30.000 € je neuer Wohnung
  • Reihenfolge: erst Zusage abwarten, dann beauftragen

Welche Förderung der Stadt Frankfurt es gibt

Die Förderung der Stadt Frankfurt für bestehende Gebäude läuft über das Stadtplanungsamt. Für Umbau und Ausbau sind drei Programme wichtig:

ProgrammFür wenWas die Stadt gibt
ModernisierungsbonusEigentümer von WohngebäudenZuschuss für energetische Modernisierung, Ausbau, Barriereabbau
Umbau leerstehender Räume für KreativeEigentümer und Mieter leerer RäumeZuschuss auf förderfähige Kosten bis 150 € je m², höchstens 120 m²
Wohneigentumsprogramm BestandFamilien mit Kindern, die eine gebrauchte Immobilie zum Selbstbewohnen kaufenDarlehen für den Erwerb, bis zu zehn Jahre zinsfrei

Für Hausverwaltungen, Baugenossenschaften und private Eigentümer lohnt sich vor allem der Modernisierungsbonus. Er trägt Maßnahmen, die beim Innenausbau in Frankfurt ohnehin anfallen, vom Ausbau neuer Wohnungen bis zum barrierefreien Bad.

Modernisierungsbonus: 35 Prozent Zuschuss

Der Modernisierungsbonus ist ein Zuschuss der Stadt Frankfurt über 35 Prozent der förderfähigen Kosten für Eigentümer von Wohngebäuden. Als förderfähig gelten 650 bis 1.300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, je nach dem energetischen Standard, den Ihr Gebäude nach dem Umbau erreicht. Für eine Fläche von 100 m² ergeben sich diese Höchstbeträge:

Gefördert werden vor allem diese Vorhaben:

  • Energetische Modernisierung: Dämmung von Fassade oder Dach, eine neue Heizung und der Austausch alter Fenster, etwa mit neuen Fenstern in Frankfurt
  • Mehr Wohnraum: Um- und Ausbau für zusätzliche Wohnungen und die Umwandlung von Gewerbe in Wohnungen
  • Barriereabbau: ein barrierefreies Bad, ein Aufzug, eine Rampe oder ein Treppenlift, auch als Einzelmaßnahme
  • Wohnumfeld: Balkonanbau, Pflege ortsbildprägender Fassaden und die Neuordnung von Freiflächen

Wer nachhaltige Dämmstoffe für mindestens 75 Prozent der Gebäudehülle einsetzt oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbaut, kann einen höheren Zuschuss bekommen.

Bedingungen, die Sie vor dem Antrag kennen sollten

Prüfen Sie vor dem ersten Angebot, ob Ihr Vorhaben diese Voraussetzungen und Gegenleistungen erfüllt:

  • Energieberatung eingeplant, sie ist Voraussetzung für jede energetische Modernisierung
  • Zielstandard festgelegt: bei Gesamtmaßnahmen mindestens Effizienzhaus 85 (das Haus braucht danach höchstens 85 Prozent der Energie eines vergleichbaren Neubaus), bei erhaltenswerten Gebäuden Effizienzhaus Denkmal
  • Wohnnutzung für in der Regel 30 Jahre gesichert
  • Miete nach der Modernisierung auf die ortsübliche Vergleichsmiete begrenzt

Bei vermieteten Wohnungen rechnet sich der Zuschuss trotz Mietbindung vor allem dann, wenn die Miete ohnehin nahe an der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Förderung vom Bund für Fenster und Türen

Für neue Fenster und Außentüren gibt es zusätzlich Geld vom Bund. Laut BAFA erhalten Sie für Maßnahmen an der Gebäudehülle 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Für die erste Wohnung zählen bis zu 30.000 Euro, der Zuschuss liegt dort also bei höchstens 4.500 Euro. Den Antrag stellen Sie gemeinsam mit einem Energieeffizienz-Experten, also einem Energieberater, den der Bund für seine Förderprogramme zugelassen hat.

Ein individueller Sanierungsfahrplan, den der Energieberater für die schrittweise Sanierung des ganzen Hauses erstellt, bringt bei einer Wohnung ab 30.000 Euro Investition weitere 5 Prozent auf den Betrag darüber. Beim Tausch einzelner Fenster oder einer Haustür gilt deshalb meist der Grundfördersatz von 15 Prozent. Welche Türen in Frankfurt als Außentür gelten und welche Werte sie erreichen müssen, klären wir mit Ihnen und Ihrem Energieberater vor der Bestellung.

Gewerbeflächen umbauen und Leerstand nutzen

Leere Büros und Läden lassen sich in Frankfurt mit zwei Programmen umbauen. Seit Juli 2026 zahlt der Bund für jede neue Wohnung, die in einem bisher gewerblich genutzten und beheizten Gebäude entsteht, einen Zuschuss. Nach Angaben der KfW sind das 30 Prozent der Umbaukosten, höchstens 30.000 Euro je Wohnung, wenn die neue Wohnung mindestens den Standard Effizienzhaus 85 EE erreicht, bei dem erneuerbare Energien einen großen Teil der Wärme liefern. Die energetische Sanierung selbst fördert dann die BAFA.

Bleibt die Fläche gewerblich, hilft das städtische Programm für Kreative: Es fördert die Instandsetzung leerer Räume, wenn sie danach mindestens fünf Jahre von der Kreativbranche genutzt werden. Für beide Wege braucht es oft neue Grundrisse, Schallschutz zwischen den Einheiten und Brandschutz, also klassische Arbeiten im Trockenbau in Frankfurt.

So läuft der Antrag beim Modernisierungsbonus ab

Mit dem Bau dürfen Sie erst beginnen, wenn die Förderstelle die Förderfähigkeit bestätigt hat. Der Weg dorthin hat vier Schritte:

Ihre Anfrage stellen Sie mit der Adresse des Gebäudes und einer kurzen Beschreibung der Maßnahme über das Kontaktformular beim Stadtplanungsamt Frankfurt. Von dort erhalten Sie dann die Antragsunterlagen. Bewilligt wird in der Reihenfolge, in der vollständige Unterlagen eingehen, und nur, solange Haushaltsmittel da sind.

„Wir sehen oft, dass ein Projekt an der Reihenfolge scheitert und nicht an der Förderung selbst. Wer Energieberater, Förderstelle und Handwerker früh an einen Tisch holt, bekommt Angebote, die schon zu den technischen Mindestwerten passen, und verliert keine Zeit zwischen Zusage und Baustart.“

Maximilian Mielke, Geschäftsführer der M. Mielke Innenausbaumanufaktur GmbH

Die Nachfrage ist hoch: Laut Magistratsvorlage M 138/2026 gab es im ersten Halbjahr 2026 bereits 60 Bewilligungen über 4,6 Millionen Euro, weshalb der Magistrat weitere 10 Millionen Euro für das Programm beantragt hat.

Fazit

Welche Förderung in Frankfurt zu Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, wem das Gebäude gehört und was daraus werden soll:

  • Hausverwaltungen und Baugenossenschaften: Für vermietete Bestände rechnet sich der Modernisierungsbonus am ehesten bei einer Gesamtmaßnahme, die gleich mehrere Wohnungen auf einen besseren Standard bringt.
  • Private Eigentümer: Beim Tausch einzelner Fenster oder Türen ist der Bundeszuschuss der einfachste Weg, ein barrierefreies Bad fördert die Stadt auch ohne Sanierung.
  • Eigentümer von Gewerbeflächen: Wer leere Büros oder Läden zu Wohnungen umbaut, plant den KfW-Zuschuss je Wohnung von Anfang an ein.

Häufige Fragen

Welche Türen werden in Frankfurt gefördert?

Gefördert werden vor allem Haustüren und andere Außentüren, die beim Bund als Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle zählen. Innentüren gehören zu den Kosten, wenn sie Teil eines geförderten Umbaus sind, etwa breitere Türen für ein barrierefreies Bad im Modernisierungsbonus. Für jede Tür, die förderfähig sein soll, legt der Energieberater vorab die technischen Werte fest.

Ja, die Förderung der Stadt Frankfurt über den Modernisierungsbonus ist ausdrücklich mit den Zuschüssen und Krediten von BAFA und KfW kombinierbar. So können Sie für den Fenstertausch in einem Mehrfamilienhaus den Zuschuss der Stadt und die Einzelmaßnahmen-Förderung des Bundes gemeinsam nutzen. Je Maßnahme müssen die Anforderungen beider Programme erfüllt sein. Am einfachsten gelingt das, wenn der Energieberater beide Anträge von Anfang an zusammen plant.

Ja, für barrierefreies Umbauen in Frankfurt fördert die Stadt über den Modernisierungsbonus Umbauten wie ein bodengleiches Bad, einen Aufzug, eine Rampe oder einen Treppenlift, auch ohne energetische Sanierung. Der Zuschuss richtet sich nach Pauschalen je Wohnung und deckt höchstens die Hälfte der Kosten. Ergänzend bietet die KfW einen zinsgünstigen Kredit für Barrierereduzierung, weil der Bundeszuschuss dafür für 2026 bereits vergeben ist.

Die Bearbeitung dauert beim Modernisierungsbonus rund acht Wochen, gerechnet ab vollständigen Unterlagen. Planen Sie diese Zeit zwischen Energieberatung und Baustart ein, damit Handwerkertermine nicht verfallen. Angebote, die Sie in dieser Phase einholen, dienen zugleich als Kostenschätzung für den Antrag. Ihren Platz in der Reihenfolge halten Sie, wenn Sie vor dem Absenden prüfen, ob Energieberatung, Kostenschätzung und Maßnahmenbeschreibung vollständig beiliegen.

Einen guten Partner erkennen Sie daran, dass er Angebote auf Förderanforderungen abstimmt und für Rückfragen der Förderstelle erreichbar bleibt. Wir übernehmen Trockenbau, Türen, Fenster, Raumakustik und Brandschutz aus einer Hand, koordinieren alle beteiligten Gewerke und setzen auch Entwürfe externer Architekten um. Projekte im Rhein-Main-Gebiet steuern wir von Steinau an der Straße aus, mit Maximilian Mielke als festem Ansprechpartner. Auf Google bewerten uns Kunden mit 5,0 Sternen bei 10+ Bewertungen.