Brandschutztür einbauen Kosten

Wer eine Brandschutztür einbauen lässt, trägt Kosten für Tür, Montage und Zubehör, die je Öffnung von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro reichen. Die größten Unterschiede entstehen durch die Feuerwiderstandsklasse, die Ausstattung und die Wand, in die die Tür kommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • T30-Stahltür mit Montage: rund 850 bis 1.800 €
  • Montage allein: 400 bis 700 € je Tür
  • Holz statt Stahl: etwa 30 bis 50 % teurer
  • Feststellanlage: ab 450 € zusätzlich
  • Prüfung im Betrieb: 25 bis 150 € je Tür
  • Handwerkerbonus: 20 % der Arbeitskosten, bis 1.200 € im Jahr

Was kostet eine Brandschutztür mit Einbau?

Eine einflügelige Brandschutztür aus Stahl in der Klasse T30 kostet mit Montage meist rund 850 bis 1.800 Euro, wovon 400 bis 700 Euro auf den Einbau entfallen. Höhere Klassen, Holz oder Aluminium und Zubehör wie eine Feststellanlage heben den Preis weiter an.

Welche Klasse eine Öffnung braucht, legt das Brandschutzkonzept oder die Bauordnung fest. Bei unseren Türen in Heidelberg klären wir das vor dem Angebot gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Planer.

Wovon der Preis einer Brandschutztür abhängt

Den Preis, um eine Brandschutztür einbauen zu lassen, bestimmen neben der Klasse vor allem diese Punkte:

  • Material: Holztüren liegen rund 30 bis 50 Prozent über vergleichbaren Stahltüren, Aluminium 50 bis 100 Prozent. Eine schlichte Holztür kann trotzdem günstiger sein als eine Stahltür mit Sonderausstattung.
  • Flügel und Maß: Eine zweiflügelige Ausführung kostet ab rund 400 Euro mehr, Übermaße werden einzeln kalkuliert.
  • Rauchschutz: Soll die Tür zusätzlich Rauch zurückhalten, kommen etwa 150 bis 400 Euro dazu.
  • Einbruchschutz: Türen, die Brandschutz mit der Widerstandsklasse RC2 oder RC3 verbinden, liegen bei etwa 950 bis 2.440 Euro.

Montagekosten: Was der Einbau umfasst

Die Kosten für die Montage von Brandschutztüren rechnen Fachbetriebe als Pauschale je Tür oder nach Aufwand ab, mit Stundensätzen von 45 bis 100 Euro. Zum Einbau gehören diese Arbeiten:

  • Zarge setzen: ausrichten, nach Montageanleitung in der Wand verankern und hinterfüllen
  • Türblatt einhängen: Bänder, Schloss und Dichtungen einstellen
  • Schließer montieren: Schließkraft so einstellen, dass die Tür sicher ins Schloss fällt
  • Funktion prüfen: Probelauf und Übergabe der Unterlagen

„Den größten Unterschied im Angebot macht oft nicht die Tür selbst, sondern die Wand, in die sie kommt. Wir sehen uns deshalb jede Öffnung vor dem Angebot an. Passt die Wand nicht zur Zulassung, planen wir die Anpassung gleich mit ein. So steht sie schon im Angebot und nicht erst auf der Baustelle fest.“

Maximilian Mielke, Experte für Brandschutz und Geschäftsführer der M. Mielke Innenausbaumanufaktur GmbH

Steht ohnehin ein größerer Umbau an, planen wir die Türöffnungen beim Innenausbau in Heidelberg gleich mit und stimmen sie mit den übrigen Arbeiten ab.

Zubehör und Zusatzkosten im Überblick

Neben Tür und Montage tauchen in vielen Angeboten diese Posten auf:

ZubehörPreisWofür
Obentürschließerab rund 80 €, teils im Türpreis enthaltenschließt die Tür nach jedem Öffnen selbsttätig
Feststellanlageab 450 €, mit zusätzlichen Rauchmeldern mehrfür Türen, die im Alltag offen stehen sollen, etwa in Fluren und an Lagerzugängen
Absenkbare Bodendichtung50 bis 120 €dichtet den Spalt unter dem Türblatt
Lichtausschnitt mit Brandschutzglasab 180 €bringt Tageslicht und Sicht in Flure
Ausbau und Entsorgung der alten Tür10 bis 100 €schafft Platz für die neue Zarge

Rechenbeispiel: T30-Tür mit Feststellanlage im Trockenbau

Für eine einflügelige Stahltür der Klasse EI2 30 in einer Trockenbauwand, die im Alltag offen stehen soll, ergibt sich etwa diese Rechnung:

Ohne Feststellanlage läge dieselbe Tür bei rund 1.100 Euro.

Welche Nachweise zum Einbau gehören

Zu jeder Brandschutztür gehören Unterlagen, die zeigen, dass Tür und Einbau zum geprüften System passen. Bei der Übergabe sollten Sie diese Punkte erhalten:

  • Kennzeichnungsschild im Falz von Türblatt und Zarge mit Klasse und Zulassungsnummer oder CE-Kennzeichnung
  • Übereinstimmungsbestätigung des einbauenden Betriebs für Ihr Bauvorhaben
  • Einbau- und Wartungsanleitung des Herstellers
  • Abnahmeprotokoll der Feststellanlage, falls eine eingebaut ist

Mit der Zulassungsnummer vom Schild finden Sie die Zulassung Ihrer Tür in vielen Fällen im Zulassungsdownload des DIBt, samt den Anlagen mit den Einbaudetails. Wir übergeben die Unterlagen mit der Abschlussprüfung, damit Sie sie bei Brandschau oder Bauaufsicht vorlegen können.

Laufende Kosten für Prüfung und Wartung

Nach dem Einbau kostet eine Prüfung meist 25 bis 150 Euro je Tür, während ein Wartungsvertrag bei rund 30 bis 100 Euro je Tür und Jahr liegt. Kleinere Reparaturen und Nachjustierungen beginnen bei etwa 80 Euro.

Bei einer Feststellanlage prüft eine eingewiesene Person die Funktion regelmäßig, meist monatlich, wie es Zulassung und Hersteller vorgeben. Die jährliche Wartung übernimmt laut DIN 14677 eine Fachkraft für Feststellanlagen, die Umfang und Ergebnis für den Betreiber dokumentiert. Für Wartung und Nachrüstung bleiben wir nach der Montage Ihr Ansprechpartner.

Einbaukosten von der Steuer absetzen

Private Eigentümer und Mieter, die im bestehenden Haushalt eine Brandschutztür montieren lassen, können die Kosten für die Arbeit als Handwerkerleistung geltend machen. Nach § 35a EStG sinkt die Einkommensteuer um 20 Prozent dieser Kosten, höchstens um 1.200 Euro im Jahr.

Absetzbar sind Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten, die Tür selbst nicht. Lassen Sie sich beides im Angebot und in der Rechnung getrennt ausweisen und bezahlen Sie per Überweisung. Ein Gesetzentwurf sieht vor, den Satz ab 2027 auf 15 Prozent und höchstens 900 Euro zu senken.

Fazit

Je nach Rolle setzen Sie beim Angebot für eine Brandschutztür unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Hausverwaltungen und Baugenossenschaften: Bei mehreren Türen im Bestand lohnt sich ein gemeinsames Angebot für alle Öffnungen, das Prüfung und Wartung gleich mit regelt.
  • Architekten und Planer: Klasse, Rauchschutz und Feststellanlage bestimmen den Preis am stärksten und gehören deshalb früh in die Ausschreibung.
  • Gewerbetreibende: Wer Büro- oder Ladenflächen umbaut, plant die Brandschutztüren am besten zusammen mit neuen Fenstern in Heidelberg und einer besseren Raumakustik in Heidelberg. So laufen alle Arbeiten in einem abgestimmten Ablauf, und die Fläche ist früher wieder nutzbar.
  • Private Eigentümer und Mieter: Für eine einzelne Tür zum Heizraum oder zur Garage im bestehenden Haus planen Sie mit der Spanne einer einflügeligen Stahltür und holen über den Handwerkerbonus einen Teil der Arbeitskosten zurück.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen T30 und EI2 30?

T30 ist die deutsche Bezeichnung nach DIN 4102-5, EI2 30 die europäische nach DIN EN 13501-2. Beide beschreiben dieselbe Feuerwiderstandsdauer im geprüften System. Die europäische Klasse ist feiner aufgeteilt: E steht für den Raumabschluss, I2 für die Wärmedämmung, ein angehängtes C für das selbsttätige Schließen und S für zusätzlichen Rauchschutz. Viele neue Türen tragen beide Angaben. Für den Preis zählt deshalb nicht die Bezeichnung, sondern die Ausstattung dahinter.

Eine Brandschutztür baut ein Fachbetrieb ein, der die Montageanleitung des Herstellers und die Vorgaben der Zulassung für Verankerung, Wandanschluss und Hinterfüllung einhält. Er bestätigt anschließend schriftlich, dass Tür und Einbau zur Zulassung passen. Achten Sie darauf, dass Ihr Angebot diese Bestätigung nennt. Dann vergleichen Sie die Kosten für den Einbau einer Brandschutztür vollständig und vermeiden Nachträge nach der Montage.

Eine Brandschutztür darf offen stehen, wenn eine zugelassene Feststellanlage sie hält und bei Rauch selbsttätig schließt. Die Anlage gibt die Tür frei, sobald ein Rauchmelder anspricht, der Strom ausfällt oder jemand den Handtaster drückt. Ob sich eine vorhandene Tür damit nachrüsten lässt, steht in ihrer Zulassung. So bleibt der Flur im Alltag frei begehbar.

Einen guten Fachbetrieb für Brandschutztüren erkennen Sie daran, dass er die Öffnung vor dem Angebot ansieht, Tür und Wand auf die Zulassung abstimmt und alle Nachweise mit der Übergabe liefert. Die M. Mielke Innenausbaumanufaktur GmbH erfüllt diese Kriterien: Das Unternehmen aus Steinau an der Straße plant und montiert Brandschutztüren nach DIN 4102 und DIN EN 13501 bis T90 und übergibt sie mit Abschlussprüfung und Dokumentation. Trockenbau, Türen, Fenster, Raumakustik und Brandschutz kommen dabei aus einer Hand, mit Maximilian Mielke als festem Ansprechpartner. Auf Google bewerten Kunden das Unternehmen mit 5,0 Sternen bei 10+ Bewertungen.